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Was ist das innere Kind? Es gibt Tage, da ist es gar nicht so einfach, erwachsen zu sein. Da mag nichts besonders dramatisches geschehen und doch fühlen Sie in sich den Wunsch nach Trost und der Art von Zuwendung, wie sie in unserer Gesellschaft eigentlich nur Kinder erfahren: behütend, bestärkend, bewahrend. Was ist das, das anscheinend tief in uns diese kindlichen Bedürfnisse erhalten hat? Lassen Sie uns davon ausgehen, dass unsere Persönlichkeit symbolisch aus zwei Anteilen besteht: dem inneren Erwachsenen und dem inneren Kind Sie sind Synonyme für den Verstand und das, was man gemeinhin als "den Bauch" bezeichnet, also unsere eher intuitive Seite.In unserer technischen, rationalen Welt erfährt der erwachsene Teil unserer Persönlichkeit eine weitaus größere Wertschätzung, als das Emotionale, Spontane in uns. Nicht nur im Berufsleben ist es wichtig, nach bestimmten Regeln zu funktionieren. Stellen Sie sich nur vor, ein Zahnarzt hätte - mitten in einer Behandlung - keine Lust mehr und würde lieber nach Draußen gehen.Auch unser Privatleben erfordert häufig vernünftige Reaktionen. Dennoch haben wir daneben immer wieder Gefühle, die uns aus unserer Kindheit vertraut sind. Wir stehen beispielsweise genauso ängstlich vor unserem Chef, wie wir es früher vor der Autorität unseres Vaters oder Lehrers taten. Oder wir zweifeln vor einer neuen Aufgabe an unserem Können und fühlen uns klein. Andererseits gibt es Momente, die uns Hochgefühle bescheren - Erlebnisse, Beobachtungen, Kleinigkeiten - in denen wir uns freuen wie ein Kind. Dann sind wir in der Lage, Glück auf ganz besondere Weise zu spüren. Unser inneres Kind beeinflusst also in hohem Maße unser Wohlbefinden. Nur das ausgeglichene Zusammenwirken des inneren Erwachsenen mit dem inneren Kind - von Kopf und Bauch - lässt uns Eins mit uns selbst sein. |
